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VW Race Touareg 2

Dakar Rallye 2009 - Etappe 14

Samstag, 17. Januar: Cordoba > Buenos Aires

  • Verbindungsstück: 224 km
  • Wertungsprüfung: 227 km
  • Verbindungsstück: 341 km
  • Insgesamt: 792 km

Das Abenteuer nahm in der Pampa seinen Lauf. Nach der Erforschung von zwei Staaten mit kontinentalen Ausmaßen fanden die Teilnehmer einen vertrauten Landschaftstyp wieder. Auf diesen langen, gut befahrbaren Wegen war weiterhin Konzentration gefragt. Diejenigen, die es bis nach Buenos Aires und bis in die Abschlusswertung geschafft haben, werden die atemberaubendste, jemals in Form einer Langstrecken-Rallye zurückgelegte Rundfahrt vollendet haben. Und sie werden stets die ersten bleiben.

Insgesamt sind noch 276 Teams dabei. 129 Motorräder und Quads, 92 Autos und 55 Trucks.

Doch die Premiere in Südamerika brachte noch mehr Premiere mit sich: Das Volkswagen-Werksteam hat im sechsten Anlauf den ersten Gesamtsieg bei der Rallye Dakar praktisch perfekt gemacht. Als erster Automobil-Hersteller siegte die Marke mit einem Dieselmotor in der Automobilwertung des Offroad-Klassikers und ist zugleich der Gewinner der "Dakar"-Premiere in Südamerika und das noch mit zwei Fahrzeugen an der Spitze.

Das Team mit dem südafrikanischen Piloten Giniel de Villiers und dem Karlshofer Beifahrer Dirk von Zitzewitz hatte nach dem letzten Wertungsabschnitt auf der 14. Etappe einen Vorsprung von 8:59 Minuten auf die VW-Teamkollegen Mark Miller und Ralph Pitchford herausgefahren.

Der Race Touareg 2: Erst wenn es die härteste Motorsportprüfung mit Bravour bestanden hat, erst wenn es zehn von 13 möglichen Etappen gewonnen hat und erst wenn es dabei Millionen von Menschen entlang der Rallye-Route begeistert – dann ist es auch "Das Auto". Bei der extremen Härteprüfung für Mensch und Material erwies sich der Volkswagen Race Touareg mit seinem innovativen, 280 PS starken TDI-Antrieb als das schnellste und zuverlässigste Auto. Denn auch das Starterfeld war mit 14 Spitzenautos mit Dieselantrieb hochwertiger denn je. Dabei bezwang Volkswagen die seit 2001 ungeschlagenen "Dakar"-Seriensieger Mitsubishi ebenso wie das X-raid-BMW-Team. Neben de Villiers/von Zitzewitz und Miller/Pitchford an der Spitze beendete das deutsche Duo Dieter Depping/Timo Gottschalk in einem weiteren Race Touareg die Rallye Dakar auf dem sechsten Gesamtrang. Carlos Sainz/Michel Périn (E/F), die an acht Tagen das Klassement der 168 gestarteten Autos angeführt hatten, schieden in einem weiteren der Red Bull-blauen Race Touareg nach einem Unfall auf der zwölften Etappe in Führung liegend aus.

Die 30. Ausgabe der Rallye Dakar hat die Erwartungen aller Beteiligten nicht nur erfüllt – sondern übererfüllt. Die Bedenken vor dem Umzug von Afrika nach Argentinien und Chile waren schneller passé, als der Sieger Giniel de Villiers durch die Atacama-Wüste donnern konnte. Und das, obwohl der über 9500 Kilometer lange Marathon mit knapp 5600 Wertungskilometern in 14 Prüfungen viele Opfer forderte.

Es war die härteste Rallye aller Zeiten: Wegen Unwetter wurden Wertungsprüfungen gekürzt oder gar nicht gewertet und starker Nebel zwang die Veranstalter, Starts zu verschieben. Von den 530 Startern waren im Finale des Motorsport-Spektakels nur noch 268 der gemeldeten Automobile, Motorräder, Quads und Trucks im Rennen.

„Das Terrain ist vielfältiger und schwieriger“, verglich Carlos Sainz die neue Dakar mit Afrika. Und der Spanier wusste genau, wovon er sprach. Nach einer Unachtsamkeit in den Dünen überschlug er sich während der fünften Etappe mit seinem Race Touareg und musste sich am Rande der Erschöpfung danach stundenlang ohne Windschutzscheibe und Servolenkung ins Ziel quälen. Die Handflächen voller Blasen dachte das VW-Aushängeschild bei rund 60 Grad im Cockpit daran, alles hinzuschmeißen. Vermutlich biss er auch wegen der Welle der Begeisterung, die von Buenos Aires aus über die Anden bis zum Pazifik schwappte, auf die Zähne. Letztlich musste sich der lange Zeit dominante „Matador“ Sainz aber geschlagen geben: Er stürzte in einen vier Meter tiefen Graben.

Doch die Show der Rallye-Rockstars ging weiter – und auch der Enthusiasmus der Fans brach nicht ab. Nicht nur die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet ließ sich im Biwak im bunten Hafenstädtchen Valparaiso blicken. Geschätzte zehn Millionen Menschen aus den Andenstaaten wollten an der gesamten Strecke hautnah dabei sein. Fahnenschwenkend, jubelnd, grillend und schreiend standen die autobegeisterten Menschen teilweise stundenlang in der glühenden Hitze, um einen Blick auf ihre Helden zu erhaschen.

So geht eine aufregende, schon fast zu spannende Rallye Dakar zu Ende. Sie hat wie immer alle Erwartungen übertroffen und ihren Teilnehmern alles geboten: Abenteuer, Atmosphäre, Herausforderungen und den gewissen Hauch von Wahnsinn.

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